Informationen zu Qigong und Meditation
Nei Yang Gong |
Chanmi Gong |
Energiepunkte |
Nei Yang Gong
- Innen Nährendes Qigong
Nei Yang Gong (Innen Nährendes Qigong) ist eine Übungsreihe, deren Ursprünge in die Zeit der Ming-Dynastie im 16. Jhd. zurückreichen. Die Methoden des Nei Yang Gong umfassen sowohl Stille (Jing Gong) als auch Bewegte Übungen (Dong Gong) und wurden in Europa hauptsächlich durch Liu Ya Fei bekannt. Liu Ya Feis Vater hat die Übungen in den 50er Jahren einer breiten chinesischen Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Charakteristisch für das Nei Yang Gong ist die Kombination von Bewegungen mit speziellen Atemtechniken; ein weiterer Schwerpunkt liegt in den intensiven Bewegungen der Wirbelsäule in alle denkbaren Richtungen.
Vorbereitungsübungen
- Schulter kreisen (zhuan jian)
- mit den Schlutern rudern (yao jian)
- Schulter klopfen (chui jian)
- Schulter klatschen, Niere schlagen (pai jian da shen)
- Dantian klatschen, Hüfte schlagen (pai tian da shen)
- Taille klatschen, Hüfte schlagen (pai yao da kua)
- Huantia (Gb 30) schlagen (pai da huan tiao)
- Knie kreisen (rou xi)
- Zu San Li klopfen (Ma 36) (kou zu san li)
- Bein heben, Knie klatschen (ti tui pai xi)
- Heben, Senken, Qi führen (sheng jiang shu dao)
- Rücken klatschen (Beine außen und innen, Bauch) (pai yao)
- Rücken reiben (cuo yao)
- Abschluss (shou shi)
Yi Jin Xing Qi Fa - Wandle Sehnen und Knochen und Führe das Qi
Yi Jin Xing Qi Fa ist der erste Teil der bewegten Mittelstufe.
Ruan Hu Xi Fa - Weiche Atemmethode
- Sheng Qing Jiang Zhuo - Klares heben, Trübes senken
- Wo Wang Xing Chen - Liegend den Sternenhimmel betrachten
- Qi Guan Chang Hong - Mit dem Qi einen Regenbogen malen
- Ni Shui Tui Zhou - Das Boot gegen die Strömung schieben
- Ju Long Ru Hai - Der Riesendrache taucht ins Meer
- Nei Yun Qian Kun - Im Inneren den Kosmos bewegen
Ying Hu Xi Fa - Harte Atemmethode
- Tuo Tian An Di - Stütze den Himmel, drücke die Erde
- Gu Mu Pan Gen - Der alte Baum hat tiefe Wurzeln
- Hui Shen She Hu - Sich umwenden und den Tiger schiessen
- Zhui Gan Ri Yue - Sonne und Mond folgen
- Qian La Tian Zhu - Die Himmelsäule dehnen und ziehen
- Jin Ji Du Li - Der goldene Hahn steht auf einem Bein
Chan Mi Gong ( Chanmi Gong )
- buddhistisches Qigong
Chan Mi Gong ist eine der großen chinesischen Qigong Schulen. Ihre Lehren und Übungen haben ihren Ursprung in den über tausend Jahre alten Praktiken der chinesischen Chan (Zen) und geheimen Mi Schulen.
Die Übungen des Chan Mi Gong wurden, nachdem sie über viele Jahrhunderte nur innerhalb einer Familientradition weitergegeben wurden, erstmals von dem Großmeister Liu Han Wen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Obwohl Chan Mi Qigong auf sehr alte spirituelle Übungspraktiken zurückgeht, ist es frei von religiösem Beiwerk und Dogmen, ohne dabei auf den geistigen Kern zu verzichten.
Zu den besonderen Qualitäten des Chan Mi Gong gehören:
- sanft fließende Bewegungen der Wirbelsäule (deshalb in Deutschland oft auch als "Wirbelsäulen-Qigong" bezeichnet)
- Lächeln aus dem Herzen
- Öffnen des dritten Auges
- Entspannen des Dammbereichs (Mi Chu)
- Verwenden von Mantren (Tönen), Mudren (Handhaltungen) und Visualisierungen
- Bewegte Übungen und Stille Meditation werden auf einer gemeinsamen Grundlage kombiniert
Das Qi wird auf feine und intensive Weise im Zentralkanal der Wirbelsäule und im ganzen Körper aktiviert. Körperliche, energetische und geistige Blockaden können so allmählich aufgelöst werden. Körperliches Wohlbefinden, geistige Leistungsfähigkeit und innere Ruhe stellen sich ein, die Lebensqualität erhöht sich merklich.
Zhu Ji Gong - Basisübung
Die Basisübung bildet die Grundlage für alle höheren und aufbauenden Übungsformen des Chanmi Qigong. Die feinen Wirbelsäulenbewegungen nutzen sämtliche Bewegungsmöglichkeiten der Wirbelsäule aus und führen zu einer Durchlässigkeit in allen Wirbeln und Gelenken, alle inneren Organe werden so angesprochen und aktiviert. Bei regelmäßger und korrekter Ausführung kann alleine durch die Basisübung eine Vielzahl von Beschwerden gelindert oder aufgelöst werden.
Wichtige Akupressurpunkte und Energiezentren im Qigong
Die Meridianlehre, wonach das Qi im menschlichen Körper entlag bestimmter Bahnen und Kanäle fließt, gehört zu wichtigsten Grundlagen des Qigong und der Chinesischen Medizin (Akupunktur). Die Meridiane verbinden besondere energetische Punkte und Zentren des Körpers miteinander. An diesen Stellen ist das Qi besonders gut spürbar und lenkbar. Beim Üben können wir uns diese Schaltstellen des Qi besonders bewusst machen.
Einige der wichtigsten Akupressurpunkte und Energiezentren im Qigong sind:
- Die drei Dantians - Zinnoberfelder - Mitte des Unterbauchs, der Brust, des Kopfes
- Bai Hui - Hunderfache Vereinigung, "Himmelspforte" - auf dem Scheitelpunkte des Kopfes, hier treffen alle Yang-Energien des Körpers zusammen
- Hui Yin - Treffpunkt des Yin - auf der Mitte des Damms
- Yong Quan - Sprudelnde Quelle, "Fußherzen" - auf der Fußsohle
- Lao Gong - Palast der Arbeit, "Handherzen" - Mitte der Handfläche
- Ming Men - Schicksals- oder Lebenstor - auf dem Rücken, gegenüber dem Bauchnabel
- Qi Hai - Meer des Qi - vordere Mittellinie ca. 2 Fingerbreit unter dem Bauchnabel
- Shan Zhong - Mitte der Brust - auf der Mittelinie in Höhe des vierten Zwischenwirbelraums
- Tian Mu (Yin Tang) - Himmelsauge - "Drittes Auge"
- Tigermaul - Raum zwischen Daumen und Zeigefinger
- Jadekissen - Bereich um das Hinterhauptbein des Schaedels (Os occipitale)
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- Schulternest - Bereich der Merdianpunkte Lunge 1 ("Palast der Mitte" im Sinne einer Synthese von himmlischer und irdischer Energie, Beginn des täglichen großen Energiekreislaufs durch das Meridiansystem) und Lunge 2
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