Die wenigsten Aikidoka können japanisch sprechen oder lesen, aber damit man nicht mit Begriffen wir Kreuzarmdrehhebelwurf operieren muss, werden eben in der täglichen Praxis die japanischen Aikido-Begriffe und Namen benutzt. Diese heißen dann auch noch von Dojo zu Dojo anders, oder sie heißen gleich und werden anders geschrieben und zu allem Überfluß gibt es auch noch jede Menge Synonyme und Vokabeln, die in verschiedenen Zusammenhängen unterschiedliche Bedeutungen erhalten.

Die Zusammenstellung auf dieser Seite ist nicht komplett, nicht allgemeingültig, sondern unser ganz spezieller Dojo-Mix, und richtet sich in erster Linie an unsere Vereinsmitglieder erweiterte Möglichkeit zur Prüfungsvorbereitung.

Aikido Techniken

Aikido-Techniken mit Worten wiederzugeben ist unmöglich. Da hilft nur: üben usw. , und dann ist diese Liste zumindest eine Hilfe, die Bezeichnungen der Techniken zu lernen.

Weitere wichtige Vokabeln, die die Ausführung der Techniken betreffen, folgen weiter unten.

Haltetechniken

Aikido Ikkyo

Ikkyo

Aikido Nikyo

nikyo

Aikido Sankyo

sankyo

Aikido Yonkyo

yonkyo

Aikido Gokyo

gokyo

Aikido Würfe (Auswahl)

Aikido Shihonage

shihonage

Aikido Tenchinage

tenchinage

Aikido Kotegaeshi

kotegaeschi

Aikido Iriminage

iriminage

Aikido Jujigarami

jujigarami

Aikido Kokyoho

kokyoho

Aikido Suwarikokyoho

suwarikokyoho

Aikido Kokyonage

kokyonage

Aikido Koshinage

koshinage

Aikido Aikinage

aikinage

Aikido Aikiotoshi

aikiotoshi

Aikido Udekimenage

udekimenage

Aikido Kaitennage

kaitennage

Wichtige Vokabeln (bei der Ausführung von Aikido Techniken)

omote (waza) auf der Vorderseite von uke, sichtbar
ura (waza) auf der Rückseite von uke, verborgen
osei (waza) mit Festhalte beenden
koshi Hüfte
atemi (waza) Schlag, der während der Technik von nage ausgeführt oder angedeutet wird
kokyo Atemkraft
nage Wurf
shiho Vier Richtungen
tenchi Himmel Erde
kote Handgelenk
tai sabaki Ausweichschritt
irimi weiter Eingangsschritt auf die ura-Seite
uke nagashi Eingangsschritt mit Parade, ähnlich wie bei Schwert
tenkan Drehung

Angriffsformen im Aikido

1 aihanmi katate dori Handgelenk greifen
Fußposition: aihanmi
2 gyakuhanmi katate dori Handgelenk greifen
Fußposition: gyakuhanmi
3 kata dori (men uchi) Schulter greifen (Schlag shomen)
Fußposition: gyakuhanmi
4 mune dori in Brusthöhe greifen
5 shomen uchi Schlag shomen
6 yokomen uchi Schlag yokomen
Fußposition: gyakuhanmi
7 chudan tsuki Fauststoß chudan
8 ushiro katate eri dori (men uchi) Griff mit einer Hand von hinten zum Kragen des Partners (Schlag gegen Kopf)
9 katate ryote dori, morote dori Griff mit beiden Händen zum Handgelenk, uke kontrolliert nage von hinten
10 ryote dori Griff mit beiden Händen nach beiden Handgelenken
11 ryote hiji dori Griff mit beiden Händen nach beiden Ellenbogen
12 ryo kata dori Griff mit beiden Händen nach beiden Schultern
13 ushiro ryote dori Griff von hinten nach beiden Handgelenken
14 ushiro ryote hiji dori Griff von hinten nach beiden Ellenbogen
15 ushiro ryo kata dori Griff von hinten nach beiden Schultern
16 ushiro katate kubi, shime katate dori Griff mit der einen Hand von hinten zum Revers, um den Hals zu würgen, während die andere Hand ein Handgelenk umfaßt und den Arm blockiert

Das ist nur eine weit verbreitete Auflistung traditioneller Angriffsformen im Aikido, von denen einige kaum Bedeutung haben; Fußangriffe (geri) z.B. fehlen hier völlig. Mit den unten folgenden Vokabeln kann man sich die Namen anderer Angriffe herleiten oder sich selber welche basteln.

Wichtige Vokabeln (Angriff)

uke Angreifer (derjenige an dem die Technik ausgefüht wird)
nage, tori Angegriffener (derjenige, der die Technik ausführt)
mae allg. von vorn (mae geri)
ushiro allg. von hinten (ushiro ryote dori)
ate, uchi allg. Schlag (shomen uchi, shomen ate)
tsuki allg. Stoß (jodan tsuki, chudan tsuki) sprich: tski , das u wird vermurmelt
geri allg. Tritt (mae geri, mawashi geri)
tachi waza uke und nage stehen
hanmi handachi waza uke steht, nage sitzt im seiza
suwari waza uke und nage sitzen im seiza
kamae allg. Kampfposition
te, katate Hand (Unterarm)
kata Schulter
(in einem anderen Zusammenhang heißt es auch Form und bedeutet
eine Abfolge von Techniken bzw. Übungsschritten)
ryo, ryote beide
hiji Ellenbogen
kubi Kopf

Fußpositionen und Stellungen im Aikido

kamae allg. Kampfposition
jodan kamae Waffe (Stock ode Schwert) ber dem Kopf erhoben
chudan kamae Hände oder Waffe vor dem Zentrum
hanmi allg. Fußposition
aihanmi beide Partner mit gleichm Fuß rechts greift rechts oder links greift links
gyakuhanmi Partner stehen und greifen wie Spiegelbider
dachi (Fuß)Stellung
kokutsu dachi Rückwärtsstellung (Schwerpunkt), Fersen auf einer Linie, 90 grad
zenkutsu dachi Vorwärtstellung, Schrittlänge: doppelte Schulterbreite, Standbreite schulterbreit
kibadachi doppelte Schulterbreite, Gewicht gleich, Füße parallel
shiko dachi doppelte Schulterbreite, Gewicht gleich, Füße aus parallel

45 grad nach außen gedreht

Trefferzonen, Schnittlevel mit Hand und Waffen wie Schwert (Ken) und Stock (Jo)

Hand Stock (jo) Schwert (bokken, ken)
shomen von vorn oben gegen den Kopf gerader Schnitt von oben nach unten
men gerader Schnitt von oben, aber nicht tiefer als Kopf
yokomen von der Seite gegen Kopf oder Hals von der Seite gegen Kopf schräger Schnitt gegen Kopf
jodan gegen Kopf oder Kehlkopf gerichtet
kesa giri schräger Schnitt entlang des Revers des dogi
chudan gegen Bauch- und Magengegend
do horizontaler Schnitt in Bauchhöhe
gedan gegen alles unterhalb von chudan, meist Unterleib oder Knie

Wichtige Bewegungen und Begriffe im Aikido

Tai no henkō – Umkehrung der Körperstellung

Tai no henkō (jap. 体の変更) ist Japanisch und bedeutet frei übersetzt „Umkehrung der Körperstellung“. Dazu gehören Irimi (direktes Eintreten) und Tenkan (indirektes Eintreten). Tai no henkō ist auch bekannt als Tai no tenkan oder Tenkan waza. Tai no henkō ist eine der wichtigsten Grundformen vieler Aikidō-Techniken und wird beim Training regelmäßig wiederholt. Mit Irimi tritt der Tori in den Angriff des Uke ein, dabei treffen die Energien von Tori und Uke nicht durch einen Block aufeinander, sondern verschmelzen bzw. harmonisieren sich. Über diese Verschmelzung kann die nächste Bewegung Tenkan ausgeführt werden. Hierbei werden die verschmolzenen (gebündelten) Energien vom Tori weitergeleitet, so dass der Angreifer Uke mit der gesamten gebündelten Energie am Tori vorbeigeführt wird. Dabei hat nun der Tori seine Körperstellung genau entgegengesetzt zum Ursprung (180°) geändert.

Tai no henkō bzw. Tai no tenkan ist eine grundlegende Basisübung im Aikidō, da bei der Ausführung dieser Bewegung wesentliche Elemente und Grundgedanken des Aikido (sanftes Aufnehmen und Weiterleiten der Angriffsenergie) unmittelbar sicht- und spürbar werden.

Quelle: Wikipedia – Tai no henkō