„Das Dao ist in Worten nicht beschreibbar. Die Worte, die man findet, sind nicht die rechten Worte.“ (Laozi, Daodejing)
In diesem Artikel erfährst du:
was die Übung vom Ursprung des Lichts ist
auf welchen Grundlagen und Prinzipien die Übung aufbaut
wie Du die Übung erfolgreich ausführen kannst und welche wichtigen Punkte Du dabei berücksichtigen solltest
wie drei ergänzende Übungen – „Die Dreifache Gestalt“ – Dir helfen, die Hauptübung zu vertiefen
Taiyi Yuan Ming Gong – Grundlagen und Hintergründe
(Einige wichtige Begriffe des Qigong werden auf der Seite Qigong-Wissen erklärt.)
Trotz ihrer Einfachheit und Kürze ist Taiyi Yuan Ming Gong – Übung vom Ursprung des Lichts – eine vollständige und tiefgehende Übung. Es geht bei der Übung darum, den Körper zu regulieren, den Geist zu beruhigen und das ursprüngliche Qi des Menschen aufzufüllen, indem man das natürliche Qi von Himmel und Erde, Sonne und Mond und dem ganzen Universum aufnimmt.
In der Übung kommen die Prinzipien des Qigong wie Yin und Yang, Bewegung und Ruhe sehr klar zum Ausdruck. Die Übung bringt Yin und Yang ins Gleichgewicht, regt den Qi-Fluß an und stärkt die Mitte, sie kräftig und beruhigt. Außerdem bekommt man durch sie sehr schnell ein Gespür für die eigene Energie. Die Übung verbessert die Zirkulation von Qi und Blut und macht die Energieleitbahnen des Körpers, die sogenannten Meridiane, durchlässig. Regelmäßiges und beharrliches Üben bringt die sogenannten Drei Schätze Jing (die Essenz des Lebens), Qi (Lebenskraft) und Shen (belebender Geist) zur Entfaltung.
Die Hauptübung kann ergänzt werden durch den zweiten Teil des Taiyj Yuang Ming Gong – der Übung von der „Dreifachen Gestalt“, mehr dazu unten, im letzten Abschnitt des Artikels.
Die Übung kann zu jeder Tages- und Nachtzeit und an jedem Ort ausgeführt werden, die günstigsten Zeiten sind aber der Morgen zwischen 3 und 7 Uhr (dabei sollte das Gesicht nach Süden oder Osten weisen) oder wenn Sonne und Mond gleichzeitig am Himmel zu sehen sind.
Das Taiyi Yuan Ming Gong eignet sich für Personen aller Altersstufen, für Kranke und Gesunde. Die Übung kann auch im Sitzen ausgeführt werden. Besonders gut eignet sich zum Üben ein ruhiger, schöner Platz mit viel frischer Luft. Du kannst aber auch im Zimmer üben.
Der Kleine Kosmische Kreislauf oder Kreislauf des Lichts mit wichtigen Energiepunkten. Die Übung vom Ursprung des Lichts aktiviert auch diesen Kreislauf.
Geschichte
Das Taiyi Yuan Ming Gong (chin. 太乙元明功) ist eine traditionelle chinesische Qigong-Übung und stammt vermutlich aus der Zeit der Tang-Dynastie (618-907). Die Übung wurde im deutschsprachigen Raum von Prof. Cong Yongchun verbreitet, der als Repräsentant der „südlichen Schule des Qigong“ vor allem in den 80er und 90er Jahren in Deutschland und Österreich unterrichtete. Prof. Cong lehrte bis zu seiner Emeritierung Qigong an der Medizinischen Fakultät der Universität Fuzhou für Traditionelle Chinesische Medizin (Fujian). Die Übung beruht auf taoistischen und buddhistischen Grundprinzipien. Diese beiden spirituellen Traditionen haben sich im Laufe vieler Jahrhunderte in China gegenseitig beeinflusst.
Taiyi Yuan Ming hat zwei Bedeutungen: Taiyi – 太乙 – das Große Eine – bezeichnet laut taoistischer Philosophie die erste Stufe des Übergangs vom Urzustand Wuji, in dem Yin und Yang noch nicht in einem dynamischen Wechselspiel manifestiert sind. In der buddhistischen Tradition das strahlende, offen-freie ursprüngliche Bewusstsein jenseits von konzeptionellem Denken.
„Taiyi Yuang Ming Gong“ kann auf verschiedene Weise aus dem Chinesischen übersetzt werden: „Die Übung vom Ursprung des Lichts“ oder auch „Die Übung des Lichts des Ursprungs“ oder „Die Übung vom ursprünglichen Licht“.
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Geübt wird Taiyi Yuan Ming Gong im Qigong-Grundstand: Stehe schulterbreit, die Füße parallel, versuche die zweiten Zehen nach vorne auszurichten, so dass die großen Zehen leicht nach innen gerichtet sind. Die Knie sind nicht durchgedrückt, sondern locker gebeugt, das Gewicht des ganzen Körpers fließt in die Füße und in die Erde ab. Die Lendenwirbelsäule ist von innen her leicht begradigt und aufgerichtet, das Steißbein hängt nach unten, das Gesäß ist entspannt, und der Unterbauch über dem Schambein hat eine flexible Wohlspannung, die die Bauchatmung nicht behindert. Die Leistenbeugen sind locker. Brust und Halswirbelsäule sind aufrecht. Baihui, der Punkt, der sich bei leicht eingezogenem Kinn mittig an der höchsten Stelle des Schädels befindet, scheint mit einem sehr feinen, hellen Faden am Himmel aufgehängt. Der Stand ist „Unten fest, oben leicht“.
Die Schultern gehen von der Stelle unter dem 7. Halswirbel (Akupressurpunkt Dazhui) nach links und rechts auf. Die Arme hängen entspannt herunter, die Ellenbogen schauen ein wenig nach außen, unter den Achseln ist etwas Luft. Halte den Kopf aufrecht, mit leichtem, freien Hinterkopf und zieh das Kinn etwas nach hinten. Der Brustkorb fühlt sich zur Seite weit an, das Brustbein ist entspannt, das Herz ist leicht und gelassen. „Ein Lächeln auf das Gesicht zaubern und zum Dantian (Energiezentrum im Unterbauch, 2-4 Fingerbreit unter dem Bauchnabel) schicken.“
Die Atmung ist eine tiefe, langsame und natürliche Bauchatmung. Es wird keine Kraft eingesetzt, und doch ist die Atembewegung bis in den Unterbauch spürbar. Die Bauchdecke unterstützt und nimmt die natürlichen Bewegungen des Zwerchfells auf: sie weitet sich entspannt beim Einatmen und zieht sich zusammen und zurück beim Ausatmen.
Beim Üben von Qigong verbinden sich Vorstellung, Atmung und Bewegung zu einem harmonischen Ganzen. Das unterscheidet Qigong von Tanz und Gymnastik. Der Geist bahnt den Weg, die Atmung gibt der Absicht die Energie und überträgt sie in den Körper, der Körper folgt. Das ist das Prinzip von Daoyin – Dehnen und Leiten –: „Damit das Qi sich einen Meter bewegen kann, muss der Geist sich 6 Meter bewegen.“
Grundlage der Übung: Bewegtes Stehen
Die aufrechte und ruhige Haltung im Qigong ist nicht starr, sondern durchlässig für Bewegung, Atmung und Energie (Qi) – es ist ein „Bewegtes Stehen“. Die Gelenke sind frei und im Körper ist viel Raum. Vorwärts und Rückwärts, Steigen und Sinken, Öffnen und Schließen, Yin und Yang wechseln sich ab. Der Körper ist wie ein wachsender Baum, dessen Energie aus den Wurzeln kommt, den Baum nach oben zur Sonne und in den Himmel wachsen lässt und die Krone entfaltet. Dort verbindet sie sich mit der äußeren Energie und lädt sich auf, kommt dann wieder zurück, sammelt sich nährend in der Mitte und lässt die Wurzeln noch tiefer und kräftiger werden.
„Sonne und Mond in den Händen halten“, Konstantin Rekk stellt die Übung bei einer NIVEA Presseveranstaltung in Hamburg vor, 2016
Der Rhythmus des Bewegten Stehens wird von der Atmung getragen: Mit dem Einatmen verlagert sich der Schwerpunkt in den Füßen leicht nach vorne (60% des Gewichts auf Vorderfuß und 40% auf der Ferse), die Zehen krallen leicht den Boden, der Fuß bleibt aber fest mit dem Boden verbunden. Die Knie strecken sich leicht und der Körper richtet sich auf. Das Gefühl ist, als würde man in der Wirbelsäule wachsen – die Andeutung eines Aufstehens.
Mit der Ausatmung zieht sich der Körper zurück, der Schwerpunkt im Fuß verlagert sich mehr Richtung Ferse (60% Ferse, 40% Vorderfuß), die Zehen entspannen sich, die Knie werden leicht gebeugt, der Körper sinkt und Du „setzt“ Dich in einen verwurzelten, stabilen Stand. Der untere Rücken verlängert und öffnet sich nach unten und zu den Seiten. Die Leistenbeugen sind innen und unten entspannt. Dabei richtet sich das Becken leicht auf, das Steißbein wird wie ein drittes Standbein zur Erde projiziert. Der Brustkorb und der Raum unter den Achselhöhlen weiten sich mit der Aufrichtung und ziehen sich sinkend wieder leicht zusammen, so dass die Arme sich leicht heben und wieder senken. Brustkorb und Achselhöhle fallen aber nicht zusammen oder werden eng – ein freies, offenes Gefühl bleibt die ganze Zeit bestehen. Das Kinn zieht sich mit der Aufrichtung leicht nach hinten, so dass der Nacken sich streckt und der Hinterkopf leicht wird. Es kehrt mit der Ausatmung in seine natürliche Position zurück, so dass der der Nacken wieder seine natürliche Krümmung annimmt, allerdings durch den Zug des himmlischen Fadens an Baihui frei und gelüftet bleibt.
Die Bewegung ist klein, geschmeidig und ohne Anstrengung, schwingend, pulsierend. Der Körper ist eher passiv und wird durch die Vorstellung und Atmung bewegt. Mit zunehmender Übung benötigt man die Vorstellung immer weniger und Atmung und Bewegung schwingen wie von selbst.
Durch das Bild des himmlischen Fadens werden alle beschriebenen Einzelheiten der Bewegung integriert: Der Körper ist an Baihui mit einem Lichtfaden am Himmel aufgehängt. Am Steißbein hängt ein Lot mit einem Gewicht. Mit der Einatmung wirkt die Kraft des Himmels und zieht den Körper am himmlischen Faden über Baihui in die Aufrichtung. Mit der Ausatmung wirkt wieder der Zug des Gewichts am Steißbein und lässt den Körper sinken.
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Yin und Yang, das Dunkle und das Helle, das weibliche und das männliche Prinzip, beschreiben die dynamische Einheit von gegensätzlichen Polaritäten und Kräften. Man sagt, dass Gesundheit und ein langes Leben vom Gleichgewicht von Yin und Yang im Menschen abhängen. Die Qualitäten dieser zwei Zustände des Qi werden in der Übung unmittelbar und praktisch erfahrbar. Diese Erfahrung kann dann auf den Alltag übertragen werden. Mehr dazu unter Yin und Yang im Qi Gong.
Yin und Yang als polare Einheit
Der Blick und die Einstellung der Augen
Die Augen sind ruhig und wandern nicht hin und her. Beim Üben sind die Augen leicht geschlossen oder leicht geöffnet – dann sollte man schauen, ohne etwas Konkretes anzuschauen. Man nimmt das Licht des Bewusstseins gleichsam nach innen und schickt es nicht nach außen. Damit richtet man das Sehbewusstsein auf die Mitte. Der Geist verbindet sich mit dem Inneren, so kann die Lebenskraft dem Geist folgen und sich sammeln.
Anleitung
Der Bewegungsablauf sollte in einem Zug durchgeübt werden. Auf keinen Fall sollte man die Übung in der Mitte abbrechen.
Das Dantian Mudra im Qigong-Grundstand
1. Dantian Mudra – Dan Tian Jie Yin (丹田結印)
Mit beiden Füßen zusammen stehen und sich zwischen Himmel und Erde ausrichten. Dann einen Schritt zur Seite nach links machen und in die schulterbreite Grundstellung gehen. Beide Hände übereinander auf den Unterbauch legen (Dantian Mudra). Die Laogong-Punkte (Handherzen, ungefähr in der Mitte der Handflächen) liegen dabei übereinander. Der Daumen der unteren Hand (bei Männern sollte das die linke, bei Frauen die rechte Hand sein) liegt dabei auf dem Nabel.
2. Die Perle des Dantian drehen – Tuo Zhu Zi Hua (托珠自化)
Aufrichtend mit dem Einatmen den Bauch leicht nach innen ziehen (leichte umgekehrte Bauchatmung), das Dantian sanft drücken oder „klopfen“. Mit dem nächsten Ausatmen den Bauch entspannen, sich leicht setzen, die Hände vom Bauch lösen und mit nach oben gedrehten Handflächen schalenförmig etwas öffnen – „Die Hände berühren und berühren sich nicht“.
Die Hände berühren sich und berühren sich nicht
Die Hände etwas weiter auseinander ziehen, als wären sie mit unsichtbaren Fäden miteinander verbunden. In der Vorstellung eine ungefähr bauchbreite Kugel in den Händen halten. Den Qi-Ball aus dem Dantian herausheben und „Den Mond in den Händen tragen“.
Einatmend und aufrichtend die Kugel anheben, um ihre Links-Rechts-Achse drehen und nach innen bewegen – „Die Perle des Dantian drehen“.
Die Hände mit den Handflächen nach unten und den Fingern nach vorne sinken lassen und die Arme zu den Körperseiten führen. Dabei im Gefühl leicht sinken und die Knie leicht beugen – „Das Feuer unter das Wasser bringen“.
*) Der Pilz Ganoderma lucidum, Lingzhi oder Reishi, auch „Pilz der Unsterblichkeit“ genannt, deutsch Glänzender Lackporling. Ihm werden große Heilkräfte zugeschrieben, die auch durch wissenschaftliche Studien bestätigt werden. Der Schirm des Pilzes ist nierenförmig und kann verschiedene Farben haben, die Metapher hier bezieht sich hier auf die rötlich bis violett schimmernde Variante und die Verbindung der Farben von Feuer und Wasser. Beim Üben kann sich im Sehbewusstsein dieses Farbspiel zwischen rot und blau zeigen, was ein sehr gutes Zeichen ist. Es zeigt, dass sich im Übenden die inneren Energien von Feuer und Wasser verbinden.
4. Stehen wie ein Vajra(Diamant)-Krieger mit seiner Lanze – Jin Gang Shuo Zhi (金剛槊質)
Aufrichtend und wachsend sich mit beiden Händen vom Boden abdrücken, das Gewicht leicht auf den Vorderfuß verlagern, die Zehen in den Boden krallen, den Scheitel zum Himmel strecken, das Kinn anziehen. Der ganze Körper ist Yang und hält diese Spannung für einen Moment – „Die Hände stemmen die Erde, der Kopf durchstößt die Wolken.“
Das Bild „Stehen wie ein Vajra-Krieger mit seiner Lanze“ aus dem Taiyi Yuan Ming Gong
Sinkend die Hände Finger für Finger entspannen und nach hinten drehen – „Die Erde streicheln“. Am ganzen Körper die Anspannung wieder lösen und das körperliche und geistige Entspannen genießen. Vom Dantian tief in die Erde verbinden – „Die Arme wachsen in den Boden“.
5. Das Große Eine teilt sich – Tai Yi Fen Shen (太乙分身)
Mit dem nächsten Einatmen aufrichtend die Arme wie Flügel zur Seite führen, als ziehe man mit den Fingern Fäden aus der Erde, dabei die Schultern entspannt lassen. Nützlich ist auch die Vorstellung, dass die Arme wie von zwei Fäden an den Handgelenken nach oben gezogen werden – „Seidenfäden aus der Erde ziehen“.
6. Sonne und Mond in den Händen halten – Zhang Tuo Ri Yue (掌托日月)
Die Arme von Horizont zu Horizont seitlich auseinander strecken. Danach die Handflächen Finger für Finger zum Himmel drehen, mit dem kleinen Finger beginnen. Dabei sinken und innerlich setzen. In der Vorstellung zwei kleine Licht- oder Energie-Bälle in den Händen halten, die linke Kugel hat die Qualitäten der Sonne, Yang, und die rechte die des Mondes, Yin, – „Sonne und Mond auf den Händen tragen.“
7. Yin und Yang vereinen – Yin Yang Hua He (陰陽化合)
„Sonne und Mond vereinen“ – Beginn der Bewegung
Aufrichtend die Arme bogenförmig vor der Stirn zusammenführen. Die zwei Energie-Bälle vor der Stirn zu einem verschmelzen. In diesem vereinten Ball sind die Qualitäten beider Bälle am selben Ort gleichzeitig präsent und doch nicht präsent, getrennt und doch nicht getrennt. Dieses Paradoxon ist mit Gedanken nicht zu erfassen – dieses Bemühen aufgeben. Den Geist ohne abzuschweifen und ohne mit Gedanken nach Konzepten zu greifen in die Erfahrung der Offenheit jenseits der Polaritäten hinein entspannen – „Sonne und Mond vereinen“.
„Sonne und Mond vereinen“ – Endposition der Arme vor dem Dritten Auge
8. Das vereinte Licht zum Ursprung führen und im Dantian bewahren – He Kou Dan Tian (合扣丹田)
Den Qi-Ball zwischen den Händen nach unten zum Unterbauch bringen und den Qi-Ball in das untere Dantian versenken. Die Hände als Dantian-Mudra auf den Unterbauch legen. Die Aufmerksamkeit noch ein wenig im Gebiet unter den Händen belassen – „Zurückführen zum Ursprung“.
Die Übung kann man 3,6,9,24 oder 36 mal wiederholen und dann abschließen, indem man die Hände als Dantian-Mudra auf den Unterbauch legt, das Qi im Dantian sammelt und bewahrt mit der Methode „Drei in Eins – ins Dantian schauen, denken und hören“. Danach die Händflächen reiben, Abschlussmassagen ausführen, das Gesicht reiben und wach aus den Augen schauen.
Dreifache Gestalt – Drei begleitende Qigong-Übungen zum Taiyi Yuan Ming Gong
Die Übung der Dreifachen Gestalt oder kurz „Die Dreifache Gestalt“ wurde ebenfalls von Prof. Cong Yongchun als Ergänzung zur Hauptübung vom Ursprung des Lichts gelehrt. So betont jede der drei Übungen eine bestimmte Schlüsselfähigkeit oder -erfahrung, die im Taiyi Yuan Ming Gong vorausgesetzt oder mitgeübt wird.
Jede Übung macht ein wichtiges Grundprinzip der daoistischen Philosophie und Lebenspflege (Yangsheng) erlebbar:
Himmel und Erde verbinden – der Mensch als Verbindung von Himmel und Erde
Das Sternbild des Großen Bären (Wagen) umarmen – sich mit der Energie des Universums, symbolisiert durch den Polarstern und den Großen Wagen, sich mit dem Atem des Universums verbinden
Im Beschreiben des Kreises vollziehen sich die Wunder – der Kreis als Symbol der Erfahrung des Wuji, des Uranfangs, der Quelle und Einheit von Yin und Yang stellt das Tor dar zu tieferer Weisheit und Erkenntnis vom Leben
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